Im Archiv des Deutschen Fußball-Bundes liegt eine Bombe. Kein Sprengstoff, nur Papier, drei Seiten. Es ist der Entwurf eines Gutachtens, den Hanno Schmitz-Hüser, Steuerberater des DFB, vor mehr als zehn Jahren in die Frankfurter Zentrale geschickt hat. Eine Bombe, die jahrelang tickte und heute gefährlicher ist als je zuvor.

Denn unter der sperrigen Überschrift "Gemeinnützigkeitsrechtliche Beurteilung" geht es um Lustreisen, Partys und andere Schnapsideen, die sich die DFB-Granden seit Jahr und Tag auf Kosten ihrer Mitglieder leisten.

Dazu zählen Funktionärsausflüge nach Brasilien, für die mehr als 370.000 Euro aus der Verbandskasse geflossen sind, Geburtstagsfeiern für 20.000 Euro sowie feuchtfröhliche Gelage mit Champagner für 248 und Wodka für 358 Euro.

Eine Prasserei, die auch die Finanzbehörden interessieren dürfte. Denn der DFB ist gemeinnützig und damit steuerbegünstigt - zumindest solange alles dem guten Zweck und nicht dem Vergnügen der Funktionäre dient.

Die Liste der Nutznießer reicht

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 7/2019.
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