Wenn der Kleine Musik hört, fängt er an, auf seinen Beinchen herumzuzappeln. Er liebt alles, was blinkt, löffelt gern mal Streichwurst zum Abendbrot und ist gerade dabei, laufen zu lernen – wie ein ganz normaler, kerngesunder Einjähriger eben.

Nur eines ist anders: Ein Schatten liegt über Pauls (Name geändert) Zukunft. Seine Eltern wissen: Der Junge hat ein deutlich erhöhtes Risiko, einmal an Diabetes Typ 1 zu erkranken – statt bei etwa 0,3 Prozent liegt es bei ihm allein bis zum zehnten Lebensjahr bei rund 7,5 Prozent.

Es ist nicht so, dass Paul familiär vorbelastet wäre; es gibt keinen einzigen Typ-1-Diabetiker in seiner Familie. Paul, das war reiner Zufall, hat an einer Screeningstudie am Universitätsklinikum Dresden teilgenommen: Kurz nach der Geburt wurden rund 50 Gen-Orte seines Erbguts in einem Blutstropfen untersucht, von denen man weiß, dass sie das Diabetes-Typ-1-Risiko beeinflussen.

Die untersuchten Gen-Orte haben mit dem Immunsystem zu tun, denn Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung:

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 11/2019.
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