Björn Höcke steht im thüringischen Bad Langensalza vor der Marktkirche St. Bonifacii auf einer Bühne und muss laut werden. Es sind Gegendemonstranten gekommen, sie stehen näher bei ihm als sonst, sie buhen, pfeifen und skandieren: "Höcke raus!" Die Veranstaltungstechnik regelt das Mikro des AfD-Spitzenkandidaten hoch, seine Rede dröhnt über den Platz.

Es ist Dienstag vergangener Woche, nur sechs Tage nach dem antisemitischen Anschlag in Halle, doch das merkt man Höckes Rede nicht an. Der Frontmann des "Flügel", der völkischen Plattform in der AfD, beginnt mit den üblichen Bitten: Die Zuhörer sollen wählen gehen und noch andere dazu motivieren. Höcke warnt vor angeblich drohenden Wahlmanipulationen, und kritisiert die Medien, die nicht so berichten, wie es aus seiner Sicht geboten wäre.

Dann zählt der Thüringer AfD-Chef ein paar Ereignisse auf, um zu zeigen, wie Deutschland "vor die Wand gefahren" werde. Als Beispiele reiht er den Schwertmord in Stuttgart, die tödliche Attacke im Frankfurter

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