Draußen vor der Stadt, 15 U-Bahn-Stationen vom Stephansdom entfernt, umgeben von Feldern, wächst ein Weltwunder heran: ein Holzhochhaus, mit 24 Stockwerken, 84 Meter hoch. Wenn es fertig wird, im Sommer, schmückt sich Österreichs Hauptstadt Wien dann außer mit Hofburg und Hundertwasserhaus mit einem weiteren architektonischen Prunkstück – als Wahrzeichen der neuen Trabantensiedlung Seestadt.

Wer an der Endhaltestelle der U2 aussteigt, muss den Kopf weit in den Nacken legen, um das oberste Stockwerk zu sehen, umkränzt von roten Baukränen. Massiv und klotzig wirkt das Gebäude von außen, doch drinnen duftet es nach Wald, die Decken und Wände sind aus heller Fichte.

HoHo heißt das Gebilde: Holz-Hochhaus. HoHo, das klingt aber auch wie das Gelächter der Kritiker, die Baumhäuser höhnisch vergleichen mit Hundehütten oder Heidis Almhäuschen.

"Es gibt viele überholte Vorstellungen, was den Holzbau angeht", sagt die Projektleiterin Caroline Palfy. Mit Helm und Stiefeln klettert sie über Bretter zu einer

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 6/2019.
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