Es ist 13.24 Uhr am letzten Montag im April, als es ernst wird für Michael Gubitz. Der Mann ist Strafverteidiger, heute aber hat ihn der Untersuchungsausschuss im Kieler Landtag als Zeugen geladen. Es wird eine Art Verhör werden in dem geräumigen Sitzungssaal mit Blick auf die Förde, soviel ist schon klar. Eine zentrale Frage wird sein, wie weit ein Anwalt gehen darf, bis er sich strafbar macht. 

Draußen auf dem Wasser gleißen Sonnenstrahlen. Drinnen beschäftigt die Abgeordneten ein Fall, der die Politik in Schleswig-Holstein kräftig durchgerüttelt hat: die sogenannte Rocker-Affäre. Vor zwei Jahren wurde sie ruchbar und schuf einen Sog, der die Spitze der Landespolizei davontrug.

Ihre Posten räumten: der Abteilungsleiter Polizei im Innenministerium, der Landespolizeipräsident und der Chef des Landeskriminalamts. Selten ist die Führung eines Polizei-Apparat in Deutschland derart schlagartig ausgetauscht worden. Und tatsächlich geht es um Vorwürfe, die das Vertrauen der Menschen in den Rechtsstaat

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