SPIEGEL: In immer mehr deutschen Städten kommt es zu Fahrverboten, weil der Grenzwert für Stickstoffdioxid überschritten wurde, zuletzt auch in Berlin. Ist das ein wirksamer Schutz für die Anwohner?

Hoffmann: Für die Menschen, die an den für ältere Diesel gesperrten Straßen wohnen, wird sich dadurch die Belastung durchaus verringern. Nur: Um die Luft einer Stadt insgesamt gesünder zu machen, reichen punktuelle Fahrverbote, die den Verkehr ja nur auf andere Straßen verlagern, ganz sicher nicht aus. Und auch eine Beschränkung auf den Schadstoff Stickstoffdioxid (NO2) greift zu kurz.

SPIEGEL: Aber die ganze Diskussion um Fahrverbote dreht sich doch nur um Stickstoffdioxid.

Hoffmann: Derzeit schon. Aber NO2 ist nicht die gefährlichste Substanz im Schadstoffmix eines Verbrennungsmotors. Wenn man die Bevölkerung nachhaltig schützen will, sollte man unbedingt auch andere Schadstoffe ins Auge fassen – vor allem den Feinstaub.

SPIEGEL: Kritiker halten den Grenzwert für Stickstoffdioxid für zu niedrig.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 42/2018.
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