Es ist noch gar nicht lange her, da verkündete Wladimir Putin den Sieg des Populismus über die liberale Demokratie. Die Eliten des Westens hätten sich "von den Menschen abgekoppelt", befand der Moskauer Alleinherrscher mit Blick auf den Siegeszug autokratischer Politiker von Erdogan bis Orbán. Die "liberale Idee", urteilte Putin, sei "obsolet".

Drei Monate später sieht es so aus, als könnte sich die Prognose des Kremlherrschers als voreilig erweisen. Nicht nur in seinem eigenen Reich, auch in antiliberalen Musterstaaten wie China oder der Türkei meldet sich eine demokratische Gegenbewegung zu Wort. Und in jenen westlichen Staaten, die zuletzt besonders heftig mit dem Populismus geflirtet haben, müssen die selbst ernannten Vorkämpfer des gesunden Volksempfindens ebenfalls überraschende Rückschläge hinnehmen.

US-Präsident Donald Trump hat sich im Handelskrieg mit China in eine Sackgasse manövriert. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson muss im Parlament eine Niederlage nach

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