Am 12. Mai des Jahres 2014 verschickt die Pressestelle des ukrainischen Energiekonzerns Burisma Holdings das Foto eines Mannes mit entschlossenem Kinn. Er trägt einen dunklen Anzug, am Revers eine US-Flagge. Der größte private Gasproduzent des Landes erweitere seinen Aufsichtsrat, steht unter dem Foto. Das neue Mitglied heißt Hunter Biden. Er ist Anwalt einer New Yorker Kanzlei, hat einen Abschluss in Yale und unterrichtet an der Georgetown University. Es ist, oberflächlich betrachtet, ein makelloser Lebenslauf.

Die wichtigste Qualifikation für den Job wird nicht angeführt: Hunter ist der Sohn des amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden, der von Barack Obama den Auftrag erhalten hat, sich um die Ukraine zu kümmern. Die junge Demokratie befindet sich gerade in der schwersten Krise ihrer Geschichte, zwei Monate zuvor hat Russland die Halbinsel Krim annektiert. Für viele Ukrainer sind die Vereinigten Staaten die größte Hoffnung.

Für Hunter Biden dagegen ist die Krise eine Chance. Der Job bei

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 41/2019.
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