Die Momente sind selten, in denen man sagen muss: Donald Trump hat recht. Am 17. Februar um 4.51 Uhr Ortszeit war ein solcher Moment. Der US-Präsident forderte in einem Tweet Großbritannien, Frankreich, Deutschland und andere europäische Staaten auf, mehr als 800 ausländische Kämpfer des "Islamischen Staats" zurückzunehmen, die in Syrien vor allem von Kurden gefangen genommen worden sind. Andernfalls sei man gezwungen, sie wieder freizulassen.

Eine klassische Trump-Eruption war dieser Satz: eine unvermittelte Forderung, verbunden mit einer Drohung. Die Drohung war unnötig, die Forderung aber müssen die Europäer erfüllen.

Es gibt dafür einen historischen Grund. Als die USA nach 9/11 das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba errichteten, Hunderte Terrorverdächtige aus aller Welt ohne Prozess einsperrten und anfangs wie Tiere hielten, war die Empörung groß. Angela Merkel sagte 2006 dem SPIEGEL, eine solche Institution dürfe auf Dauer nicht existieren.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 9/2019.
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