Gut möglich, dass die ersten beiden Jahre von Donald Trump uns in der Rückschau bald relativ ruhig erscheinen könnten. Zunehmend gibt der US-Präsident seinem Bauchgefühl nach, das ihn meist in die Richtung von mehr Chaos und Zerstörung drängt, und immer weniger hört er auf die Berater, Strategen, Generäle, die ihn zeitweise einhegten. Das zeigt sich gerade innenpolitisch, wo Trump droht, die Regierung und einige Bundesbehörden so lange lahmzulegen, bis der Kongress für seinen im Wahlkampf versprochenen Grenzwall fünf Milliarden Dollar bewilligt – diese Auseinandersetzung kann die USA noch länger beschäftigen.

Die weit größeren Verwerfungen kündigen sich in der Außenpolitik an: Bereits vor Weihnachten verlor Trump mit Verteidigungsminister James Mattis sein letztes Kabinettsmitglied, das in der Vergangenheit seinen Drang zu außenpolitischen Blitzentscheidungen zu bändigen vermochte. Trump hatte schon seit einiger Zeit immer weniger auf Mattis gehört. Doch dem Minister blieb nur der Rücktritt,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 1/2019.
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