Es war ein tollkühner Plan, den der deutsche General Alfred Graf von Schlieffen Anfang des vorigen Jahrhunderts für einen Krieg gegen Frankreich und Russland ersann. Zunächst den westlichen Nachbarn niederringen und dann die geballte Militärmacht gegen das vermeintlich stärkere Russland wenden: Nur auf diese Weise, so glaubte er, könne Deutschland in einem Zwei-Fronten-Krieg bestehen. 

Wenn nicht alles täuscht, feiert der sogenannte Schlieffen-Plan gerade Auferstehung, als Blaupause für die Wirtschaftskriege von Donald Trump. Seinen ersten Feldzug führt der US-Präsident seit Wochen gegen den amerikanischen Zentralbank-Chef Jerome Powell, den er zwingen will, mit einer Serie von Zinssenkungen die Konjunktur anzukurbeln. Hat Powell kapituliert, so sieht es das Konzept vor, will Trump den Handelskrieg mit China für sich entscheiden, mit einer blühenden Binnenkonjunktur im Rücken. Erst den schwächeren Kontrahenten bezwingen und dann den Hauptgegner schlagen, so lautet in Kurzform der Plan des

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!