Mehr als zwei Jahre lang hatte das Land auf ihn gewartet, und dann, als Robert Mueller endlich kam, war er nach zehn Minuten wieder weg. Am Mittwochvormittag trat der Sonderermittler an ein Rednerpult im Justizministerium in Washington, blickte in die Kameras und tat, was er seit Beginn der Russlanduntersuchungen im Mai 2017 nicht getan hatte: Er sprach über die Frage, ob das Wahlkampfteam von Donald Trump im Vorfeld der Präsidentschaftswahl mit den Russen kooperiert hatte, um gegen Hillary Clinton zu gewinnen.

Seine Arbeit sei abgeschlossen, erklärte der Ermittler, der durch sein Schweigen in den vergangenen zwei Jahren zu einer rätselhaften Projektionsfigur geworden war. Er werde das Justizministerium verlassen und "ins Privatleben" zurückkehren. Dann sagte Mueller den Satz: "Wenn wir mit Sicherheit hätten feststellen können, dass der Präsident kein Verbrechen begangen hat, hätten wir das gesagt."

Es waren explosive Worte, gesprochen von einem Juristen, der jede Silbe abwägt. Zwar standen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 23/2019.
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