Es fällt René Johne nicht leicht, darüber zu reden, was am frühen Morgen des 17. März 2017 passiert ist. Seine raue Stimme bricht im Verlauf des Telefongesprächs einige Male weg, er gibt das Gerät dann seiner Frau, die für ihn weiterspricht. "Schlagartig ist alles wieder da", sagt er. Aufgewühlt wurden seine Erinnerungen durch das Verbrechen am Frankfurter Hauptbahnhof: Vor einer Woche hatte dort ein Mann eine Mutter und ihren achtjährigen Sohn vor einen ICE gestoßen. Das Kind starb, die Mutter überlebte.

Vor mehr als zwei Jahren war auch Johne knapp dem Tod entkommen. Zwei Männer hatten ihn auf ein S-Bahn-Gleis in Dresden gestoßen. "Mein Mann ist heute ein anderer Mensch", sagt Johnes Ehefrau, die ihn durch die schwierige Zeit begleitet hat: Therapien, Arbeitsunfähigkeit, Geldnot haben sein Leben von Grund auf verändert. 

Jetzt spricht er erstmals öffentlich darüber, wie es ihm seither ergangen ist. "Was wäre gewesen, hätte ich an jenem Morgen anders reagiert. Diese Frage stelle ich mir

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