Eine ganz normale Sonntagnacht in Berlin, der Telegram-Chat läuft heiß, auf dem virtuellen Drogenmarkt ist viel los. Im Sortiment haben die Dealer alles, was beim Partyvolk begehrt ist: Marihuana, MDMA, Ketamin, Speed, Diazepam, Xanax, das als "Liquid Ecstasy" bekannte GHB und natürlich Kokain.

"Valium, Speed und Koks im Schillerkiez bitte".

"Koks oder Mephedron nahe Schönhauser/Bornholmer?"

"Koks in Friedrichshain?"

Die Chatgruppe umfasst mehr als 5000 Mitglieder, alle paar Minuten poppen neue Nachrichten auf. Verhandelt wird auf Englisch, die Berliner Kundschaft ist international. 

Die "Uberisierung" des Drogenhandels

Inzwischen muss man zum Drogenkaufen nicht mehr ins Darknet gehen oder in eine dunkle Nebenstraße. Das Rauschgift wird oft bequem per "Drogentaxi" geliefert. Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht spricht von einer "Uberisierung" des Kokainhandels in Anlehnung an den US-Fahrdienstvermittler. Ein bestehendes Produkt und eine Dienstleistung werden in einer

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