Von der Natur zu lernen ist eine alte Tugend im Ingenieurwesen. Skelette dienten Bauingenieuren als Vorbild, der Vogelflug inspirierte die Pioniere des Flugzeugbaus. Nun will die Luftfahrt sich die Künste eines Tieres nutzbar machen, das gar nicht fliegen kann.

Der Flugzeugbauer Airbus erklärte jüngst die Spinnenseide zu einem aeronautischen Baustoff der Zukunft. Sie sei "stärker als Stahl, zäher als Kevlar und unglaublich leicht". Detlev Konigorski, Innovationsmanager des Konzerns, sagt noch nicht, wo das Zaubergarn zum Einsatz kommen soll, sieht aber, dass sich völlig neue Konstruktionsmöglichkeiten auftun – zumal das Nachdenken darüber erst am Anfang steht.

Als Lieferanten der neuartigen Substanz hat Airbus nicht etwa eine Spinnenzucht ausersehen, sondern das oberbayerische Start-up Amsilk. Der 40-Mann-Betrieb aus Planegg bei München zählt zu den ersten Firmen der Welt, denen es gelungen ist, das Protein des Spinnenfadens synthetisch herzustellen.

Das Ergebnis ist ein weißes Pulver, das

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 20/2019.
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