Ziemlich genau zwei Jahrzehnte ist es her, dass Stromkunden in Deutschland ihrem Versorger machtlos gegenüberstanden. Der Markt war aufgeteilt. Ein paar Unternehmen diktierten in ihren jeweiligen Reichen die Preise nach Belieben.

Schlimme Zeiten für die Kunden. Großartige Zeiten für die Konzerne. Aber: Vergangenheit.

Es könnte allerdings sein, dass für Millionen Stromkunden auf einen Schlag wieder nahezu Verhältnisse herrschen wie damals. Wenn RWE und E.on, die größten Stromerzeuger der Republik, sich wie angekündigt neu aufstellen. "Sollten die Kartellämter dem Zusammenschluss keinen Riegel vorschieben, entstünde ein Konzern mit historisch nie da gewesener Marktmacht", sagt Ines Zenke von der auf Energierechtsfragen spezialisierten Kanzlei Becker Büttner Held in Berlin. Sie vertritt Stadtwerke und Regionalversorger und hat den Auftrag, den Deal juristisch zu verhindern.

"Die Verbraucher in Deutschland müssten sich nach einem solchen Zusammenschluss auf deutlich höhere Energiepreise einstellen",

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 6/2019.
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