E-Roller-Fahrerin in Paris: "Unschöne Szenen und viele Unfälle"
Chesnot / Getty Images
E-Roller-Fahrerin in Paris: "Unschöne Szenen und viele Unfälle"

Elektrotretroller auf Radwegen

Überfordert von der Geschwindigkeit

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Auf Deutschlands Radwegen dürfen wohl bald Elektrotretroller fahren. Steigt die Unfallgefahr? Von Matthias Bartsch, Christopher Piltz

Mit einem Fuß abstoßen, den grünen Knopf am Lenker drücken, schon saust der Roller los. Bis auf 25 Kilometer pro Stunde beschleunigt das schmale Zweirad auf einem Rundkurs der Micro Mobility Expo, einer Messe für Kleinstfahrzeuge in Hannover.

"Cool, oder?", sagt einer der Menschen, der die Messebesucher einweist und ihnen Testroller verschiedener Hersteller für Probefahrten übergibt. Und fügt hinzu: "Aber für den deutschen Markt werden die Dinger noch etwas gedrosselt."

Geht es nach den Verkehrsministern von Bund und Ländern, werden die Deutschen bald überall mit Scootergefühl durch die Republik sausen können. Am kommenden Freitag soll der Bundesrat über eine Verordnung des Bundes entscheiden, mit der die flinken Gefährte auf öffentlichen Straßen zugelassen werden können. Nur wenn er zustimmt, kann die Verordnung in Kraft treten.

Das gilt als wahrscheinlich. Denn die Ländervertreter wollen nicht als Spaßbremsen dastehen, die ein hippes Verkehrsmittel verhindern, wie es in vielen Städten Europas längst zum sommerlichen Straßenbild gehört. Zudem hat sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) diese Woche davon verabschiedet, einen Teil der E-Scooter auf Gehwegen rollen zu lassen. Das wäre ein "Konjunkturprogramm für Unfallchirurgen" geworden, spottete der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne).

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 20/2019.
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