Siegfried Brockmann, 60, Leiter der Unfallforschung der Versicherer im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, hatte vor einer überstürzten Zulassung der E-Scooter gewarnt. Nun kritisiert er die wilde Nutzung der Roller auf Fußwegen und mangelnde Kontrollen.

SPIEGEL: Herr Brockmann, das Jahr der Einführung des E-Scooters neigt sich dem Ende zu - ein schwarzes Jahr für die Verkehrssicherheit?

Brockmann: Das lässt sich noch nicht sagen, weil wir bislang nur Halbjahreszahlen vorliegen haben. Eines lässt sich aber schon absehen: Gerade bei schwächeren Verkehrsteilnehmern wie den Radfahrern steigt die Zahl der Getöteten wieder an. Mit dem vor acht Jahren gesetzten Ziel der Bundesregierung von minus 40 Prozent Verkehrstoten bis 2020 werden wir krachend scheitern.

SPIEGEL: Aber doch nicht wegen des E-Scooters?

Brockmann: Nein, dafür ist der noch zu neu. Und die dadurch verursachten Unfälle werden bislang nicht gesondert erfasst. Aber ich habe früh gesagt, dass wir hier ein neues Verkehrsmittel

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 46/2019.
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