Es gab nicht wenige deutsche Politiker, die gern Jens Weidmann als Präsidenten der Europäischen Zentralbank gesehen hätten. Wäre der Bundesbank-Chef befördert worden, so hofften Unionsvertreter wie Sozialdemokraten, hätte das eine Chance bieten können, die Deutschen mit der ungeliebten europäischen Geldbehörde zu versöhnen.

Nun aber haben sich Europas Staats- und Regierungschefs für Christine Lagarde ausgesprochen, und selbst eingefleischte Weidmann-Anhänger müssen anerkennen, dass die Französin eine gute Wahl ist. Nicht nur, weil nach der Kür Ursula von der Leyens zur Kommissionspräsidentin kein Platz für einen weiteren Deutschen auf einem EU-Chefposten gewesen wäre. Sondern auch, weil die durchsetzungsstarke Chefin des Internationalen Währungsfonds als erfahrene Finanzdiplomatin gilt. Und Diplomatie ist genau das, was an der EZB-Spitze nun gebraucht wird, wesentlich dringlicher jedenfalls als jenes Diplom in Volkswirtschaftslehre, das manche in Deutschland bei der gelernten Juristin vermissen.

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!