Dieter Schürmann ist Landeskriminaldirektor in Nordrhein-Westfalen und berät den Innenminister Herbert Reul. Ingo Wünsch ist Leiter der Stabsstelle Kinderpornografie und Kindesmissbrauch im dortigen Innenministerium.

SPIEGEL: Die Männer, die auf einem Campingplatz in Lügde Dutzende Kinder missbraucht haben, wurden erst vor wenigen Wochen verurteilt – da kommt in Bergisch Gladbach und anderen Städten der nächste Fall ans Licht. Gibt es Parallelen zwischen den beiden Verbrechen?

Wünsch: Nur bei den schrecklichen Taten, es geht um schweren sexuellen Missbrauch von Kindern. Auf dem Campingplatz in Lügde hatten wir es mit Verbrechen zu tun, die in einem lokal begrenzten, engen Raum passierten, das war ein geschlossenes Feld. Im Fall Bergisch Gladbach reihen sich viele solcher Felder wie Glieder einer Kette aneinander. Das ist noch mal eine andere Dimension.

Schürmann: Es gibt auch einen Unterschied in den Lebenswelten der Täter. In Lügde gab es eine gewisse Verwahrlosung der Camper und ihrer Wohnwagen.

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