Als Sebastian Kurz 2017 in Österreich Kanzler wurde, wollte er mehr als nur regieren. Er gab vor, Antwort zu geben auf eine Frage, die Parteien in ganz Europa umtreibt: wie umgehen mit den Rechten?

Seit Jahren versuchen europäische Politiker vergebens, den Vormarsch rechtspopulistischer und rechtsextremer Kräfte zu stoppen. Kurz wählte einen radikalen Weg: Er holte die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) nicht nur in die Regierung, wie das sein Vorgänger Wolfgang Schüssel schon einmal Anfang der Nullerjahre getan hatte. Er überließ ihnen die Schlüsselressorts Inneres, Äußeres und Verteidigung. Kurz wollte die Rechten domestizieren, indem er ihnen Verantwortung für das Land übertrug. Dieser Plan ist spektakulär missglückt.

Die Ibiza-Videos, die den inzwischen zurückgetretenen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache beim Klüngeln mit einer angeblichen russischen Oligarchennichte zeigen, haben die Koalition aus Kurz' Österreichischer Volkspartei und der FPÖ innerhalb von Tagen kollabieren lassen.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 22/2019.
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