Wenn Christine Lagarde, die langjährige Chefin des Internationalen Währungsfonds, am 1. November zur Europäischen Zentralbank wechselt, könnte man darin auch einen Abstieg sehen: weniger Mitgliedsländer, weniger Themen, weniger Glamour. Zudem muss sie von Washington nach Frankfurt am Main ziehen. Warum tut sie sich das an?

Wenn sie dann vor einem sitzt, schnurgerade, in einem der unzähligen Büros des IWF, mit ihrem strahlenden Lächeln, ihrer makellosen Frisur und ewigen Urlaubsbräune, würde man die Frage am liebsten herunterschlucken, so kleinkariert, wie sie auf einmal klingt.

"Zunächst einmal", sagt Christine Lagarde, und ihre Nachsicht wirkt kein bisschen bemüht: "Ich wurde gefragt, ob ich das machen will. Und manche Einladungen lehnt man eben nicht ab."

Sie schaut einen vergnügt an.

Sie wolle jetzt Deutsch lernen, sagt sie.

Sie habe schon einen Lehrer verpflichtet. Sie habe eine Wohnung in der Nähe des Botanischen Gartens gemietet. Sie besitze auch schon ein Kochbuch mit Frankfurter Spezialitäten.

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 44/2019.
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!