Sie nannten ihn den "Magier der Märkte". Alan Greenspan, der frühere Chef der amerikanischen Notenbank Fed, war während seiner fast zwanzigjährigen Amtszeit der Liebling der Finanzindustrie. Mit seiner Politik der Zinssenkungen galt er Bankern und Fondsmanagern als Garant für hohes Wachstum und gute Geschäfte.

Dann kam die große Finanzkrise des Jahres 2008, und der vermeintliche Wundermann verwandelte sich in einen Schuldigen. Plötzlich wurde den Geldprofis bewusst, dass seine langjährige Niedrigzins-Politik dazu beigetragen hatte, jene Kredittürme zu errichten, die nun krachend zusammenfielen. Seither gilt Greenspan als Musterbeispiel, wie leicht man als Notenbanker zum Opfer der eigenen Erfolge werden kann.

Ganz ähnlich könnte es nun seinem Frankfurter Kollegen Mario Draghi ergehen. Wie einst Greenspan wird der Chef der Europäischen Zentralbank als großer Zauberer verehrt, seit er mit raschen Zinssenkungen, dem großflächigen Ankauf von Staatsanleihen und seinem "Whatever-it-takes" den Euro nach

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