Sie waren in einer Pralinenschachtel verborgen. Zwei kleine Ampullen, gefüllt mit Nowitschok. Schon eine Berührung mit dem Gift endet meist tödlich. Es tritt Schaum vor den Mund, die Muskeln erlahmen, am Ende bleibt das Herz stehen.

Die Frau eines russischen Wissenschaftlers war mit der gefährlichen Schachtel in einem Passagierflugzeug nach Schweden geflogen. Es war der 31. Januar 1997. Da Verwandte in Halland an der schwedischen Westküste wohnten, fiel die Reise nicht auf. Agenten der schwedischen Sicherheitspolizei Säpo schirmten die Frau dennoch ab, um sie vor etwaigen russischen Verfolgern zu schützen. Dann übernahmen sie die Proben.

Göran Olofsson, ein schwedischer Chemiewaffenexperte, erinnert sich, dass er das Gift in einer Aluminiumkiste verstaute, geschützt durch mehrere Schichten Aktivkohle. Diese sollte das Nowitschok unschädlich machen, falls es austrat. Tags darauf reisten zwei Säpo-Leute mit der Kiste in einem Schlafwagenabteil ins rund tausend Kilometer entfernte Chemiewaffenzentrum

Lade...

Gutes lesen. Mehr verstehen.

Sie haben keinen Zugang? Jetzt gratis testen!

  • Jeden Tag mehr Durchblick: Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe auf SPIEGEL ONLINE zu Themen, die unsere Gesellschaft bewegen, von Reportern in aller Welt.
  • Dazu die digitale Ausgabe des wöchentlichen Magazins.
  • Einmal anmelden, überall nutzen – mobil, Web, Tablet, auf allen Ihren Geräten.
  • Flexible Laufzeit, jederzeit online kündbar
Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 25/2018.
Hinweis

SPIEGEL+ kann in Ihrer App leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle App-Version oder wechseln Sie auf die mobile Website m.spiegel.de, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann in Ihrem Browser leider nicht dargestellt werden. Bitte installieren Sie die aktuelle Version Ihres Browsers oder wechseln Sie zu einem anderen aktuellen Browser, um SPIEGEL+ lesen zu können. Vielen Dank!

SPIEGEL+ kann auf Ihrem Gerät leider nicht angezeigt werden. Bitte aktualisieren Sie, wenn möglich, Ihr Betriebssystem. Vielen Dank!