Es klang nicht wie eine Fantasie nach zu viel Wodka-Red-Bull, was der damalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache im Juli 2017 auf Ibiza erzählte. Wer die Rechtspopulisten unterstützen wolle, könne an einen Verein spenden: "Der hat auch nichts mit der Partei zu tun, dadurch hast du keine Meldungen an den Rechnungshof."

Sollte stimmen, was Strache in den heimlich aufgenommenen Videos sagte, hätte die FPÖ ein womöglich illegales System der Parteifinanzierung aufgebaut. Der österreichische Rechnungshof forderte umgehend Aufklärung. Auch die Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption in Wien interessiert sich für die Aussagen des inzwischen zurückgetretenen Parteichefs, der seine Unschuld beteuert.

Wie der mutmaßliche Spendenwaschverein heißt, sagten Strache und seine rechte Hand Johann Gudenus in der Finca nicht, sie lieferten aber eine heiße Spur. Der Verein habe ein Statut, sagte Strache: "Österreich wirtschaftlicher gestalten".

Es dauerte nicht lange, bis die

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 22/2019.
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