Das Wichtigste für den Erfolg einer Therapie", sagt Robert Schleip und lächelt fein, "das Wichtigste ist eine gute Geschichte."

Schleips eigene Geschichte ist perfekt. Der Ex-Hippie und drahtige Mittsechziger, der seine grauen Haare im Nacken mit einer Silberspange zusammenhält, ist Faszienforscher und Bestsellerautor – und eine der treibenden Kräfte des Faszien-Hypes, der seit einigen Jahren entbrannt ist. Nun kann man nicht mehr zur Massage oder Krankengymnastik gehen, ohne dass der Physiotherapeut das Hohelied der Faszien singt; zu Besuch bei Freunden, stolpert man über Faszienrollen zur Selbsttherapie, Partygespräche drehen sich um die sensationellen Erfolge des Faszientrainings im Kampf gegen den Schmerz.

Faszien, das sind jene zarten und zugleich robusten Bindegewebshüllen, die Muskeln, Organe und Knochen umschließen, eine Matrix des Zusammenhalts, die den Körper durchzieht.

Schleip ist so beseelt von seinem Forschungsobjekt, dass er sogar seine E-Mails "mit faszinalen Grüßen" unterschreibt.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 48/2018.
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