War ja klar, dass die üblichen Verdächtigen die Gelegenheit nutzen. Kaum war publik, dass die "FAZ" ihren Herausgeber Holger Steltzner vor die Tür gesetzt hat, mutmaßte Roland Tichy ("Tichys Einblick"), es sei darum gegangen, eine kritische Stimme mundtot zu machen. Offensichtlich solle der Wirtschaftsteil der "FAZ" "gleichgerichtet" werden, schrieb er, das sei es dann gewesen mit der "letzten Säule des klassischen Wirtschaftsliberalismus". Auf der "Achse des Guten" reimte Wolfgang Röhl: "Kritisier‘ die EU, und raus bist du".

Spekulationen haben es nun mal leicht, wenn einer der wichtigsten Zeitungen des Landes der Rauswurf eines ihrer wichtigsten Akteure nur drei Sätze wert ist. Als Grund nannte sie lediglich, es habe keine Grundlage mehr gegeben für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den anderen drei Herausgebern. Darüber, was genau vorgefallen ist, hüllt sich das Gremium, die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat in Schweigen. Auch intern drang nichts durch. Eine Lesart

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