Guido Westerwelle war ein erfolgreicher FDP-Chef. In einem furiosen Wahlkampf hatte er die Partei 2009 auf einen Rekordwert von 14,6 Prozent geführt. Doch dann machte er einen entscheidenden Fehler, wie sein Nach-Nachfolger Christian Lindner in seinem Buch "Schattenjahre" urteilt.

Westerwelle ließ sich bei den Koalitionsverhandlungen mit der CDU die Steuerreform weitgehend abhandeln, die er im Wahlkampf versprochen hatte. Von dieser falschen Entscheidung habe sich Westerwelle nie erholt, schrieb Lindner. Der FDP-Chef konnte machen was er wollte, der Fehler des Anfangs verfolgte ihn während der gesamten Legislaturperiode. Wie ein Fluch, vor dem es kein Entkommen gibt.

Wenn nicht alles täuscht, sitzt Lindner gerade in derselben Falle. Die schwachen FDP-Ergebnisse bei den jüngsten Landtagswahlen sind eine Spätfolge seines Fundamental-Fehlers vom November 2017: der Absage der Jamaikakoalition. Die Entscheidung, für die er bis heute keine überzeugenden Erklärungen liefern kann, hat die eigenen

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