SPIEGEL: Herr Neureuther, Sie haben sich mit dem Österreicher Marcel Hirscher unzählige Rennen geliefert. Welches bleibt Ihnen besonders in Erinnerung?

Neureuther: Ganz klar: das Rennen bei der Weltmeisterschaft 2013 in Schladming. Wir waren die Favoriten. Das ganze Jahr über hatte entweder er oder ich gewonnen. Nach dem ersten Durchgang hat er knapp geführt, und es kam zum entscheidenden Duell zwischen uns. 50.000 verrückte Österreicher warteten da unten auf mich, man hätte eine Stecknadel fallen hören – genau diese Stille hatte ich mir gewünscht. Als Marcel fuhr, war eine Stimmung, die wird es bei einem Skirennen nie wieder geben.

SPIEGEL: 42 Hundertstel haben Ihnen am Ende gefehlt.

Neureuther: Das war egal. Die Botschaft soll ja sein, dass man den anderen trotz aller Rivalität respektiert und mit ihm befreundet sein kann. Es gibt schließlich Wichtigeres als den Skisport.

SPIEGEL: Hirscher, damals 23, sagte: "Wenn ich nicht so jung wäre, müsste ich meine Karriere beenden."

Neureuther: Es war

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 37/2019.
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