Gut 100.000 Eber in norddeutschen Schweineställen sehen bald einem bedeutsamen Tod entgegen. Die Tiere haben gute Aussichten, in den kommenden Monaten als Pioniere einer neuen Zeit zu sterben: Sie dürfen bis zum Ende ihre Hoden behalten.

Diese Eber werden nicht als Ferkel kastriert, wie das bislang - meist ohne Betäubung - üblich war. Ihre Halter verzichten zugleich auf die weniger schmerzhafte Möglichkeit, das Skalpell unter Narkose anzusetzen.

Sie wollen die Tiere überhaupt nicht mehr amputieren. Das kommt einem Aufstand gleich.

Mehr als 40 Bauern aus dem norddeutschen Raum haben sich dafür zusammengetan. Ihr Ziel ist es, eine Alternative zur umstrittenen Praxis der Kastration durchzusetzen. Jahr für Jahr werden in Deutschlandrund 20 Millionen Ferkel entmannt, nur weil einige von ihnen - um die fünf bis zehn Prozent - im schlachtreifen Alter einen unangenehmen Ebergeruch entwickeln.

Einer der Aufständischen ist Carsten Spieker, Sauenhalter aus dem Münsterland. "In dieser Woche", verkündet

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2019.
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