Die Anhänger des FC St. Pauli, die im Stadion am Millerntor auf der Gegengerade ihren Platz haben, zeichnen sich durch hohe Leidensfähigkeit aus. Dort stehen und sitzen viele Veteranen, die nur wenige Erfolge erlebt, aber schon so manch schlechtes Fußballspiel gesehen haben.

Am vergangenen Sonntag beim Hamburger Derby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV (0:4) war ihre Geduld am Ende. Nicht der Grottenkick ihres Vereins hatte die Zuschauer aus der Fassung gebracht, sondern andere, eigene Fans. Wütend zeigten sie Stinkefinger in Richtung Südkurve und brüllten "Haut ab, haut ab".

Vermummte hatten sich zuvor über das gesamte Spiel hinweg einen Pyrokampf geliefert. Schwarz-blauer Rauch kam aus der HSV-Ecke, rot wehten die Leuchtfeuer aus dem St.-Pauli-Block.

Viermal unterbrach der Schiedsrichter das Spiel. Als er mit dem Ende drohte und das Zündeln dennoch nicht aufhörte, drehten viele Zuschauer durch: Wütend pfiffen sie die Leute in ihren eigenen Reihen aus.

Einen Tag zuvor war das deutsche

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 12/2019.
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