Fatma Samoura, 56, hatte jahrelang für die Vereinten Nationen in Entwicklungsländern gearbeitet. Als der neu gewählte Fifa-Präsident Gianni Infantino die Tochter einer Lehrerin und eines Soldaten vor drei Jahren zur Generalsekretärin des mächtigsten Sportverbands der Welt berief, bekam er viel Lob: Die Frau war krisenerprobt, ohne belastende Vorgeschichte als Fußballfunktionärin, und dann sogar noch eine farbige Frau – Samouras Nominierung galt als Symbol des Aufbruchs im skandalumtosten Fußballverband nach der Ära des langjährigen Präsidenten Sepp Blatter.

Fifa-Kritiker sahen in ihr hingegen ein Feigenblatt für einen zunehmend skrupellos durchregierenden Präsidenten Infantino. Interne Dokumente der Fifa zeigen jedoch, dass Samoura keineswegs nur die Vorzeigefrau war, die bei Kongressen auf dem Podium saß. Sie musste schon häufiger ihr bei der Uno erworbenes diplomatisches Geschick einsetzen, um Verbandskonflikte zu lösen.

Ab August soll Fatma Samoura nun eine schier unlösbare Aufgabe erledigen:

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 28/2019.
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