Tiere fühlen nicht, Tiere denken nicht, sie haben auch kein Bewusstsein, so sahen es die Menschen über Jahrhunderte, so sehen es viele noch heute. Deshalb ignorieren sie auch einen Zustand wie diesen: Eine Sau wird künstlich besamt. Man hält sie in einem engen Stand aus Metallgittern gefangen. Sie steht bis zu vier Wochen lang den ganzen Tag am selben Fleck. Sie schläft dort, uriniert, sie sondert Exkremente ab. Hochschwanger kommt sie später wieder unter einen engen Metallkorb in der Abferkelbucht. Rund drei Wochen nach der Geburt nimmt man dem Tier die Ferkel weg, um sie zu mästen und zu schlachten. So in etwa sieht das Leben einer normalen deutschen Zuchtsau aus.

Die abstrakte Form eines Filets oder Koteletts lässt uns Verbraucher vergessen, woher das Fleisch in der Kühltheke kommt. Inzwischen drängt sich das Thema aber stärker ins Bewusstsein: Wie viel Leid ist einem Tier zuzumuten? Inzwischen ist es auch in der Politik angekommen. Es geht um einen respektvollen Umgang mit dem Tier,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 33/2019.
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