Wer gehört dazu, wer nicht? Das ist eine ewige Frage der Menschheit, die früher oft mit Gewalt geklärt wurde, heute eher mit Gesetzen und Worten, aber manchmal auch noch mit Gewalt. Und ganz oft mit den falschen Worten, mit Ausgrenzung und Rassismus, mit Heuchelei, politischem Missbrauch. Kaum ein anderes Debattenfeld ist so verkommen wie dieses.

Eine Erregung folgt der nächsten. Kein Schweinefleisch für Kitas? Späterer Schulbeginn für Kinder mit mangelhaften Deutschkenntnissen? Und zeugen Afrikaner viel Nachwuchs, weil es in Afrika zu wenig Kraftwerke gibt, die Nächte also lang und dunkel sind? All das spielte in diesen Sommerwochen eine Rolle. Dazu immer wieder fremdenfeindliche und rassistische Ausfälle aus Kreisen der AfD. Eine ernsthafte Debatte ist in diesen Wortgewittern kaum möglich.

Es wäre ein romantisches Ideal, könnte man sagen: Alle gehören dazu. Aber so ist der Mensch nicht. Er bildet Gruppen und grenzt sich ab von anderen Gruppen, früher vor allem aus einem Bedürfnis nach Sicherheit.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 33/2019.
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