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Paul Stuart for New Scientist
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Menschenrechtsverbrechen im Kunstmuseum

Zeugen der Anklage

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Das Recherchekollektiv Forensic Architecture spürt Verbrechen auf und stellt seine Erkenntnisse in der Tate Gallery aus. Das Projekt elektrisiert die Kunstwelt. Von Jörg Schindler

Wenn aber die Wahrheit plötzlich nur noch ein Glaube unter vielen ist, was ist sie dann noch wert? Und sollte man nicht versuchen, sie zu schützen?

Am frühen Morgen des 18. Januar 2017, es ist noch dunkel, verlässt ein weißer Toyota Land Cruiser das Beduinendorf Umm al-Hiran in der Negev-Wüste. Am Steuer sitzt der 47-jährige Mathematiklehrer Yaqub Abu al-Qian. Er kommt nicht weit, schwer bewaffnete israelische Polizisten sind vor Ort, um den staatlich erzwungenen Abriss des Dorfes zu schützen. Sie stoppen Abu al-Qian auf freiem Gelände. Kurz darauf ist er tot.

Die Polizei vermeldet eine "Terrorattacke". Der Täter, ein Beduine, sei mutwillig in eine Gruppe von Sicherheitskräften gerast und habe einen Polizisten getötet, bevor er erschossen werden konnte. Es handle sich um einen Islamisten mit möglichen Kontakten zum IS. Medien verbreiten die Nachricht eilfertig.

Aber nichts davon ist wahr.

Am Tag nach Abu al-Qians Tod beginnen Aktivisten vor Ort mit eigenen Ermittlungen. Sie reden mit Zeugen,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 44/2018.
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