Frank Bösch, 50, ist Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam und Professor für Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der dortigen Universität. Unter anderem hat er das Buch "Die Adenauer-CDU" verfasst und sich in Aufsätzen immer wieder mit der Rolle der Partei auseinandergesetzt.

SPIEGEL: Herr Professor Bösch, fast jeden Tag gibt es aus der CDU interne, kritische Wortmeldungen. Wie tief steckt die Partei in der Krise?

Bösch: Die CDU ist aktuell in einer sehr angespannten Lage. Es ist ein bisschen so wie beim FC Bayern München: Sie darf einfach nicht Zweiter werden. Aber als Zeithistoriker kann man betonen, die CDU hat in vergangenen Jahrzehnten schon deutlich härtere Phasen durchlebt, etwa im Verhältnis zur CSU. Da waren die Kämpfe zwischen Helmut Kohl und Franz-Josef Strauß oder in den vergangenen Jahren zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer. Hinzu kamen Perioden, die fast perspektivlos wirkten: 1972 nach der verlorenen Bundestagswahl gegen Willy Brandt fiel

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