Jahrzehntelang stellte die französische Rechte das Führungspersonal der Fünften Republik – darunter Präsidenten wie Charles de Gaulle, Georges Pompidou und Jacques Chirac. Sie war neben den Sozialisten eine der beiden großen Säulen in der Parteienlandschaft Frankreichs. Aber spätestens seit ihre Partei "Les Républicains" bei der Europawahl auf 8,5 Prozent absank, durchlebt sie eine Identitätskrise, die sie zerreißen könnte.

Am Sonntag verkündete der Parteivorsitzende Laurent Wauquiez seinen Rücktritt. Am Dienstag trafen sich die Parteispitzen in einem Hotel zu einer Krisensitzung. Die aber scheint nicht alle Teilnehmer überzeugt zu haben. Tags darauf erklärte die einflussreiche Präsidentin der Region Île-de-France überraschend den Austritt aus der Partei. Andere folgten ihr. Wiederum andere laufen gerade zur Regierungspartei La République en marche von Emmanuel Macron über, die in einer koordinierten Offensive um rechte Bürgermeister wirbt. Denn in zehn Monaten gibt es schon wieder Kommunalwahlen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 24/2019.
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