Gehör checken

Wer schlecht hört, muss sich ständig anstrengen, um Gesprächen zu folgen. Diese Mehrarbeit im Gehirn führt laut Studien dazu, dass Kapazitäten in anderen Bereichen fehlen: Das Kurzzeitgedächtnis wird beeinträchtigt, auf Dauer erhöht sich auch das Demenzrisiko. Das zeigt eine Metaanalyse des Neuropsychologen David Loughrey vom Trinity College Dublin, der 36 Studien zum Zusammenspiel von Altersschwerhörigkeit und kognitiven Einschränkungen ausgewertet hat. Besonders durchblutungsbedingte Demenzen treten eher auf, wenn Menschen schwerhörig sind und die Einschränkung nicht durch Hörgeräte ausgleichen. Umgekehrt stärkt eine Hörhilfe prompt die Hirnleistung wieder. Nicht nur, weil mehr Kapazität für Speicher- und Erinnerungsprozesse frei wird. Auch weil Betroffene wieder freier mit anderen kommunizieren können - und sozialer Kontakt ist bekanntlich ein wichtiger Schutzfaktor bei Demenz. Es spricht also vieles dafür, alle paar Jahre einen Hörtest zu machen.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Wissen-Ausgabe 2/2019.
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