SPIEGEL: Herr Professor Hensel, im Brot lauern Schwermetalle, im Frühstücksei Dioxine, und wer zu viel Wurst isst, stirbt vielleicht an Krebs. Wie gefährlich ist unser Essen?

Hensel: Weil wir inzwischen über eine so überaus präzise Messanalytik verfügen, scheint es vor Giften nur so zu wimmeln. Aber ich kann Sie beruhigen: Unser Essen ist sicherer als jemals zuvor.

SPIEGEL: Viele Bürger glauben das nicht. Seit in Biersorten Spuren des Unkrautvernichters Glyphosat gefunden wurden, haben sogar Biertrinker Angst davor, sich zu vergiften.

Hensel: Um eine kritische Menge Glyphosat aufzunehmen, müssten Sie etwa 1000 Liter Bier trinken, und zwar täglich. Ich bezweifle, dass Sie das schaffen. Und falls doch, wäre Glyphosat wirklich Ihr geringstes Problem.

SPIEGEL: Die Grünen forderten die Bundesregierung auf, sich für ein EU-weites Verbot von Glyphosat einzusetzen.

Hensel: In politische Entscheidungen mische ich mich nicht ein. Unsere Aufgabe ist es, eine wissenschaftliche Expertise zum gesundheitlichen

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