Am Anfang schien das alles nur ein Missverständnis zu sein. Eine Verwechslung, kann ja passieren, Christoph Hein wird in wenigen Wochen 75 Jahre alt. Ein Leben voller Kämpfe und wichtiger Bücher, mit Demütigungen und Siegen hat der Schriftsteller schon gelebt. Es geht um eine Geschichte in seinem neuen Buch "Gegenlauschangriff. Anekdoten aus dem letzten deutsch-deutschen Kriege", das gerade erschienen ist. Sie handelt vom SPIEGEL, von einem ehemaligen DDR-Korrespondenten dieses Hauses, einem Gespräch im Jahr 1993 und dem Vorwurf gegen den Korrespondenten von damals, ein "Schurke" zu sein, beziehungsweise, wie Hein schreibt: "Für mich hat er sich damit selbst als Schurke entlarvt." Was war da los?

Spulen wir einen Moment zurück: Christoph Hein war in den letzten Jahren der DDR eine der wichtigsten literarischen Stimmen jenes Staates. Begonnen hatte er als Bühnenautor, wechselte aber, nach zermürbenden Kämpfen mit der Zensur, vermehrt zur Prosa, in der Hoffnung, in dieser Form freier, direkter

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 13/2019.
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