SPIEGEL: Herr Müller, seit rund 60 Jahren gibt es die deutsche Entwicklungshilfe. Sie hat wenig bewirkt. Einige Experten fordern die komplette Abschaffung. Was sagen Sie ihnen?

Müller: Das entspricht nicht der Wirklichkeit. Wir haben enorme Fortschritte erzielt: Der Anteil der Hungernden weltweit hat sich seit 1990 halbiert. Die Zahl der Armen ist von 1,9 Milliarden auf 740 Millionen gesunken, während die Weltbevölkerung in derselben Zeit um mehr als 2 Milliarden gewachsen ist. Aber es ist noch ein weiter Weg zu gehen.

SPIEGEL: Schon bis 2050 werden in Afrika doppelt so viele Menschen leben wie heute. Die Wirtschaft wächst deutlich langsamer. Wie wollen Sie die Lage der Menschen verbessern?

Müller: In Afrika liegen sechs der zehn am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften. Auf der anderen Seite gibt es unvorstellbaren Hunger und Elend. Wir haben die Ressourcen, das Wissen und die Technologie, um alle Menschen zu ernähren. Was fehlt, ist der Wille, konsequent zu handeln. Brüssel muss Afrika

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 28/2019.
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