SPIEGEL: Herr Wallmeyer, wie finden Sie "Fridays for Future"?

Wallmeyer: Wir können alle glücklich sein, dass es sie gibt! Das ist eine ganz neuartige und wichtige Bewegung für den Klimaschutz.

SPIEGEL: Die Schülerinnen und Schüler treten als basisdemokratische Graswurzelbewegung an. Greenpeace fing auch mal so an, hat dann aber einen Verein gegründet. Warum?

Wallmeyer: Eine juristisch verfasste Organisation zu sein ist aus zwei Gründen notwendig. Man muss intern kristallklare Strukturen schaffen, die zugleich jeden und jede einladen, sich einzubringen. Das legt man in einer Vereinssatzung fest. Das Interessante ist ja: Selbst wenn alle das gleiche Ziel haben, streitet Mann oder Frau sich auf dem Weg dorthin. Entscheidungsstrukturen helfen, eine Streitkultur zu entwickeln, die hart, aber auch fair ist. Dann wird Streit produktiv.

SPIEGEL: Die Fridays-Aktivisten wollen eine Bewegung bleiben und auf keinen Fall einen bürokratischen Verein gründen. Ein guter Weg?

Wallmeyer: Ein Verein muss nicht bürokratisch sein! Und Bürokratie kann in einer Frage hilfreich sein, vor der sich kein organisierter Protest drücken kann: dem Umgang mit Geld. Die Finanzen muss man präzise unter Kontrolle haben. Man muss jemanden mit Lebenserfahrung und Sachverstand finden, der sich voll und ganz darum kümmert.

SPIEGEL: Warum ist das so wichtig?

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