Merkwürdig eigentlich, dass ich meine Jugend überlebt habe. Im Garten meiner Großmutter wuchsen Goldregen und Eiben, blühten Fingerhut und Eisenhut, lauter giftiges Zeug! Kann man doch nicht anpflanzen, warnen viele Gartenratgeber heute: Diese roten Beeren an der Eibe, die steckt doch jedes Kind in den Mund!

Wir taten es nicht, es war gar nicht so schwer, uns das beizubringen: Niemals, hörst du, niemals isst man etwas, das man draußen im Grünen gefunden hat, ohne zu fragen. Efeubeeren, Ligusterbeeren, Pfaffenhütchen, die Natur ist voll von giftigen Dingen, kann man das Kindern heute etwa nicht mehr beibringen? Kommt jetzt womöglich bald, begleitend zum Schutzhelm für Kinderköpfe, der Kindermaulkorb auf den Markt?

Manches scheint mir hysterisch heute in der Beratungsliteratur, aber ich gebe zu: Ich musste selbst erst wieder lernen, nach vielen gartenlosen Jahren, was man essen kann und was nicht.

Meine Schwester war kürzlich zu Besuch, ging in den Garten, kam mit einem Strauß aus Grünzeug

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