Die Regulierungswut deutscher Bürokraten ist legendär, mit Schnurren über den Paragrafendschungel lassen sich Bibliotheken füllen. Doch ausgerechnet beim heiklen Thema Onlineglücksspiel drückt der Gesetzgeber beide Augen fest zu. Etwa 14,2 Milliarden Euro Bruttospielerträge wurden 2017 mit Lottoscheinen, in Spielbanken, Daddelhallen und Internetcasinos umgesetzt. Knapp ein Viertel entfiel auf Onlineplattformen für Poker, Roulette, Sport- und Pferdewetten.

Diese Angebote sind unreguliert. Private Anbieter operieren mit Lizenzen, die sie in Malta oder Gibraltar erworben haben, auch in Deutschland. Der Markt boomt – obwohl er hierzulande nicht erlaubt ist. Der 2. Glücksspielstaatsvertrag verbietet, trotz des zeitweisen Ausscherens von Schleswig-Holstein, Onlinezockerei, um den Jugend- und Spielerschutz zu gewährleisten. So weit die Theorie.

In der Praxis beherrschen ausländische Betreiber diesen Markt. Sie zahlen kaum Steuern in Deutschland und stellen ein Einfallstor für Geldwäscher dar. Dennoch toleriert

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