An Bord der "Gorch Fock" lief zuletzt eigentlich alles nach Plan. Hinter der weißen Bauplane, die das Segelschulschiff der Marine verhüllt, hämmerten und schweißten Werftarbeiter. Sie setzten Bullaugen ein und bereiteten die Montage der 1700 PS starken Maschine vor, die den Dreimaster antreiben soll, wenn mal kein Wind weht. In einigen Wochen sollen Handwerker die rostigen Platten des Rumpfs mit Sand abstrahlen und sie mit leuchtend weißer Farbe versehen, bevor das Schiff Ende Juni ins Wasser kommt.

Aber Ende vergangener Woche war im Dock plötzlich von einem Notfallplan die Rede: rasch alle Luken zuschweißen. Fertig. Kein Sandstrahlen. Kein Farbanstrich. Das Schiff sollte schnell raus aus dem Dock der Bredo-Werft in Bremerhaven, wo der Segler, bis auf den Rumpf in Einzelteile zerlegt, gerade repariert wird.

Die Geschichte der Sanierung der "Gorch Fock" ist voller Skandale, fragwürdiger Entscheidungen und ständig steigender Kosten. Nun kommt eine weitere Umdrehung hinzu: Die Bredo-Werft nimmt

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 21/2019.
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