Nachts, wenn der Himmel aufreißt, lässt sich erahnen, wohin die Brücke führt. Orange glimmen jenseits der Bucht die Wolken, angestrahlt von der 7-Millionen-Stadt Hongkong hinter dem Horizont. Ein Stück weiter im Norden ein zweites Glimmen: die Hightech-Metropole Shenzhen, 13 Millionen Einwohner. Noch ein Stück weiter ein drittes und ein viertes Licht am Himmel: Dongguan, 8 Millionen, Guangzhou, 15 Millionen.

Im Dunst des Tageslichts scheint die Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke, das jüngste Riesenbauwerk des modernen China, irgendwo draußen auf hoher See zu enden. Tatsächlich überspannt sie den Ausgang des Perlflussdeltas, des größten Ballungsraums der Welt. 55 Kilometer führt die Brücke über das Meer. 120 Jahre lang soll sie halten und den Taifunen trotzen, Monument einer Weltmacht, die sich im Aufwind sieht.

Hier im Süden des Landes begann vor 40 Jahren Chinas Wirtschaftswunder, hier wurden aus Dörfern Städte und aus Städten Metropolen. Etwa 16 Millionen Menschen lebten 1980 in der Region, mehr

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 30/2019.
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