Als die Große Koalition ihr Klimapaket plante, gaben Sozial- wie Christdemokraten ein Versprechen ab. Wer in den oberen Etagen der Einkommenspyramide angesiedelt sei, so hieß es, solle mehr zum Kampf gegen die Erderwärmung beitragen als ein Niedrigverdiener. Es werde ein "sozial ausgewogenes" Programm geben, sagte die Kanzlerin. "Diejenigen, die wenig Geld haben, dürfen nicht die Gebeutelten sein", forderte Olaf Scholz, der Finanzminister. Und seine Umweltkollegin Svenja Schulze versprach: "Ich werde nur ein Modell vorlegen, das kleine und mittlere Einkommen nicht belastet."

Inzwischen hat die Regierung ihr Programm fertiggestellt. Ob es die Klimaziele erfüllt, gilt als ungewiss. Sicher ist dagegen, dass der Maßnahmenkatalog nicht einmal halb so sozial ausgefallen ist wie versprochen. Der geplante CO2-Preis sowie die Fördermaßnahmen für Hauseigentümer oder Dienstwagenbesitzer sind schlecht getarnte Umverteilungsprogramme von Arm zu Reich. Die höhere Pendlerpauschale begünstigt Besserverdiener.

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