Die Bahn hat mal wieder einen Vorstand gefeuert. Den fünften in vier Jahren. Nach knapp 20 Monaten Dienstzeit, mit der üblichen Abfindung in Millionenhöhe.

Nichts Bemerkenswertes also, könnte man denken, hätte sich bei der Aufarbeitung des Vorgangs nicht einmal mehr gezeigt, dass es sich bei der Krise des Staatskonzerns nicht um einen Fall von Management-, sondern von Politikversagen handelt. Die Affäre ist ein Lehrstück für die Reform- und Handlungsunfähigkeit der Großen Koalition.

Soweit bislang bekannt ist, könnte die Verfehlung des entlassenen Managers vor allem darin bestanden haben, seinen Aufgaben als Finanzchef allzu gewissenhaft nachgekommen zu sein. Dem Manager war aufgefallen, dass die größte Auslandstochter des Konzerns kaum Gewinn abwirft und viel weniger wert ist als gedacht. Es war ein später, aber ehrlicher Befund, doch Ehrlichkeit ist offenbar nicht sonderlich gefragt in einer Organisation, deren Chef seinen Leuten schriftlich "Geschäftsfeldegoismen" und "fruchtlose

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