So mancher früherer Kollege wundert sich noch immer. Ein Bundestagsmandat aufgeben für eine Bürgerbewegung? "Ich verstehe den Schritt nicht", sagt einer. Auch in der Opposition habe man mehr Einfluss auf politische Prozesse als bei einem Verein, der erst noch aufgebaut werden muss.

Sollte Gerhard Schick selbst Zweifel an seiner Entscheidung hegen, verbirgt er sie gut. Zufrieden sitzt er in seinem neuen Büro in einem Berliner Altbau, in dem es nach Umzug aussieht, und redet sich auf Betriebstemperatur.

"Die Finanzmärkte sind an vielen Stellen kaputt", rattert er los. Die zahlreichen maroden Banken, wankende Lebensversicherungen und Pensionskassen, die enorme öffentliche und private Verschuldung, miese Produkte für Kleinanleger, Geldwäsche – es gebe genug "Schmodder, den wir aufdecken und angehen wollen".

Schick will den Kampf gegen solche Krisenherde künftig an der Spitze der "Bürgerbewegung Finanzwende" führen, eines gemeinnützigen Vereins, gegründet im vergangenen Jahr. Sein Zweck laut Satzung:

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 4/2019.
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