Peter Altmaier (CDU) hat es nicht leicht in diesen Tagen. Der Wirtschaftsminister, der in seinem Amt zum neuen Ludwig Erhard werden wollte, ist bei der Unternehmerklientel inzwischen so beliebt wie Jürgen Trittin in jungen Jahren. Der Mittelstand der Union hadert mit seiner Industriestrategie, die Metallarbeitgeber halten ihn für eine Fehlbesetzung, die Familienunternehmer laden ihn nicht mal mehr zur Jahrestagung ein. Man spricht in diesen Kreisen vom "Planwirtschaftsminister", der die Sozialdemokratisierung der Union weitertreibe, anstatt sie zu beenden.

Schon rechnen nicht wenige Manager und Firmeneigner mit Altmaiers baldigem Abgang; doch nun bieten ihm ausgerechnet die Wirtschaftsweisen die Chance, noch einmal von vorn anzufangen – und seinem Amt ein starkes Thema zu geben. Der Vorschlag des Sachverständigenrats, CO2 mit einem Preis zu versehen, passt bestens zu einem Politiker, der zeit seines Lebens an der Versöhnung von Schwarz und Grün, von Ökologie und Ökonomie gearbeitet hat.

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